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Tipps zum Einkaufen und Essen

Nicht jeder weiß, dass ich bis letzten Monat noch zu Hause im "Hotel Mama" wohnte. Auch wenn ich mich hie und da schon dafür interessiert habe, mal selber zu kochen, ist es natürlich etwas ganz anderes, wenn man dann wirklich alleine wohnt. Es gibt keine fiesen Überraschungen, aber man muss sich halt an die neuen Pflichten gewöhnen.

Wenn man einkaufen geht, denkt man an bestimmte Sachen gar nicht, weil man einfach gewohnt ist, dass sie in diesem oder jenem Regal in der Küche sind, und da sie selten nachgekauft werden müssen. Z.B. Gewürze gibt es so viele verschiedene, dass man garantiert eines vergisst. Glücklicherweise kommt man mit wenigen grundlegenden Sachen schon sehr weit, also dachte ich mir, ich biete hier mal eine Liste aus der Sicht eines weltfremden Programmierers, wie man sich in einer neuen Stadt verpflegt: Die Konserve, eine gute Notfallmahlzeit

  • Als erstes nach der Ankunft in der neuen Stadt sollte man die Umgebung auskundschaften. Den nächsten Supermarkt, Bäcker, Metzger, Drogerie und Elektrofachmarkt (Die nächste kaputte Glühbirne kommt bestimmt!). Wenn man neu ist, ist es keine schlechte Idee eine Stadtkarte mitzunehmen (bekommt man in vielen Städten billig beim Tourismus-Büro, sonst in der Buchhandlung).
  • Kochutensilien sollten zumindest eine Herdplatte sein, dazu eine Pfanne und ein kleiner Topf, sowie einen Pfannenwender (aus Holz, damit er die Pfanne nicht verkratzt wie ein Löffel), einen Löffel, und einen Suppenteller sowie evtl. kleine Teller. 2 Topflappen oder notfalls Handtücher sind nützlich wenn man Nudeln oder Reis macht, oder der Topf keine isolierten Griffe hat.
  • Ein gutes Messer, mit dem man Brot schneiden und streichen kann. Kein Rettichmesser, aber auch nicht das Stumpfe Zeug aus der geschlossenen Station.
  • Eine Rolle Küchenpapier, ein Spültuch, ein kleines Handtuch (für die Küche) und Spülmittel.
  • Zum Kochen in einer Pfanne braucht man immer Fett oder Öl (Sonnenblumenöl ist schön neutral, wer's mag kann auch Olivenöl nehmen), einfach so viel in die Pfanne, dass der Boden feucht ist und nichts anbrät. Außerdem Pfeffer, Salz, Zucker. Ein netter Trick ist, ein klein Wenig Zucker über Fleisch zu streuen. Das gibt dem Fleisch eine schöne goldbraune Farbe (weil der Zucker karamellisiert) und einen ganz leicht süßlichen Geschmack. Überhaupt macht eine Prise Zucker oder zwei den Geschmack selbst von gesalzenem Essen interessanter.
  • Fürs Frühstück empfehle ich entweder H-Milch und Frühstücksflocken (haltbar und schnell noch vor der Arbeit gemacht), oder Käse, Wurstaufschnitt, Brot und Margarine. Allerdings vorsicht: Aufschnitt hält sich nicht so lange, also reichen i.d.R. 200g locker für eine Woche, und länger möchte man ihn eh nicht aufbewahren. Käse andererseits hält gut mehrere Monate. Wer Hartwurst mag, kann die natürlich auch in größeren Mengen einkaufen. I.d.R. ist die Verpackung der Wurst beim Metzger übrigens wiederverschließbar und hät die Wurst nach der ersten Benutzung besser frisch, als die Supermarktverpackungen, die man kaputtmachen muss.
  • Damit man die Wochenenden auch übersteht, wenn man mal nicht mehr zum Einkaufen gekommen ist, lohnt es sich immer ein paar Notmahlzeiten im Haus zu haben (was man halt für 2-3 Tage braucht). Dafür bieten sich besonders Konserven an (Da gibt es viel, von Erbsensuppe über Ravioli bis hin zum Texas-Eintopf), da sie auch ungekühlt lange halten, und doch pro Dose 1-2 gut sättigende, ziemlich vollständige Mahlzeiten hergeben. Außerdem gibt es auch noch andere Sachen, die schon fertig, aber relativ frisch und schnell gemacht sind, wie z.B. Maultaschen, die man im Kühlregal findet.
    Ein Dosenöffner ist hier immer hilfreich, der Profi kann den an seinem Schweizer Taschenmesser benutzen.
  • Gemüse ist ein sehr dankbares Essen. Z.B. Paprika oder Tomaten schmecken frisch, können auch gut einfach mit ins Rührei oder die Dosensuppe etwas auffrischen, und halten sich bei normalem Wetter auch über eine Woche ungekühlt. Wer Tomaten zu eklig findet, sollte Kirschtomaten/Cocktailtomaten versuchen, die sind zwar teuerer, aber dafür nicht so glibbrig,
  • Salat ist etwas heikler. Ein ganzer Kopfsalat ist so groß, dass man ihn schon zu jeder Mahlzeit essen muss, damit er nicht labbrig wird bis man durch ist. Also eher die kleineren Salatköpfe oder den kleinen Krautsalat nehmen. Und natürlich Nicht gleich komplett waschen und mit Salatsoße anmachen, sondern nach Bedarf. Sonst ist er innerhalb eines Tages Matsch.
  • Obst ist super-frisch und super-gesund, aber wie bei allen wirklich nahrhaften Sachen sollte man es eher bei Bedarf dreitageweise kaufen, auf Vorrat geht das nicht ganz so gut (Obwohl ich's noch nicht riskiert habe, es länger aufzuheben).
  • Andererseits ist Obst ein gutes praktisches Pausenbrot, genauso wie Joghurts und Fruchtquark. Auch zum Knabbern zwischendurch sind die geeignet, wie auch Frühstücksflocken, Paprika, Karotten oder Chicoree-Blätter (letztere sollte man dann aber doch mit einem Dip dazu essen).
  • Wer nicht schon von zu Hause her nur Wasser trinkt, tut evtl. gut daran, Tee, verschiedene Sirups oder Brausepulver auf Lager zu haben. Auch Fruchtsaft aus Konzentrat ist nahrhaft aber andererseits pflegeleicht, und läßt sich im Tetrapack auch gut stapeln.
  • Nudeln und Reis: Wer Wasser Kochen kann (Wasser in den Topf, Herdplatte auf volle Pulle, warten bis es blubbert), kann auch Nudeln oder Reis kochen. Mit etwas Tomatenmark und Kräutern, oder Bohnen und Chilisoße, und vielleicht noch ner Frikadelle dazu hat man da ein gutes Mittagessen (einfach kurz in der Pfanne mit etwas Öl am Boden warmmachen, oder wenn man eine kalt essbare Frikadelle hat am Schluss mit zu Nudeln/Reis reingeben). Wo Nudeln recht schnell und einfach gemacht sind (das Komplizierteste ist, das heiße Wasser abzugießen - Den Deckel ein klein Wenig schief drauftun und mit Topflappen halten - noch besser hilft hier ein Sieb), gibt es allerdings Reissorten die ewig brauchen, also am besten die Anleitung auf der Packung anschauen. Und Achtung: Reis geht stärker auf als Nudeln, also wirklich nur eine Tasse wie auf der Packung vermerkt, und zwar eine kleine.
  • Um Schnell eine Soße an Reis und Nudeln zu haben, bietet es sich an, das Wasser nicht ganz abzugießen, und dann kräftig Curry oder Paprika dazuzugeben. Auch Tüten- oder Dosen-Suppen kann man dafür verwenden. Wenn man noch eine Lage geriebenen Käse darüber streut und Fleischkrümel oder Wurstschnipsel daruntergibt, hat man schnell einen Auflauf, den man noch kurz in den Ofen stellt, um den Käse zu schmelzen.

Das sind meine Tipps. Natürlich gibt es im Notfall und zur Abwechslung immer noch die Möglichkeit zu McDo & Co. zu gehen, eine Mahlzeit im Brot zu sich zu nehmen (aka Döner), und zur Tiefkühlkost zu greifen, aber wenn man die Zeit hat, ist selberkochen im Schnitt immer noch deutlich günstiger. Was ich hier in München für eine Mahlzeit auswärts ausgebe, reicht i.d.R. für die Einkäufe von einer Woche.

Ein letzter Tipp noch: In der Regel steht auf fast allem (von Dosen über Reis bis hin zum Waschmittel) immer auch eine kurze Anleitung drauf. Also keine Angst, ihr seid nicht alleingelassen. Und bei Fragen gibt's ja noch das Netz :-)

Kommentare, Korrekturen, Geheimtipps, Gelächter?

Update: Habe die Benutzung vom Öl in der Pfanne genauer erklärt, und den Zucker-Tipp hinzugefügt, und die Soße.

Reader Comments: (RSS Feed)
Rainer Brockerhoff writes:
Gelbwurzel: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurkuma http://search.eurekalert.org/e3/query.html?qt=curcumin&col=ev3rel&qc=ev3rel&x=0&y=0
Ruth Less writes:
Ein paar Tipps hast Du auch von mir aufgegriffen, schön zu sehen, dass sie nützlich sind. :-) Manches Obst hält sich auch eine Woche, Äpfel und Bananen sind dann nicht mehr supertoll, aber immer noch essbar (= Müsli, Saft). Frische Orangen, Trauben und Zitronen halten auch gut solange. Vielleicht solltest Du noch in einer Fußnote erwähnen, woher Du die Messer von der geschlossenen Station kennst. ;-P Ich hab noch einen Tipp. Wenn das Waschbecken total hoffnungslos verstopft sein sollte! Ist mir jetzt nach über einem Jahr endlich auch passiert. In der Schule lernt man, man soll Natronlauge verwenden. Nur dummerweise steht man dann (im Ausland) im Drogeriemarkt, und das Zeug heisst natürlich mitnichten Natronlauge! Im besten Fall heisst es Natriumhydroxid, und im schlimmsten Sodiumhydroxid (!?), bzw eben die örtliche Schreibweise davon. Was immer verstanden wird, ist natürlich NaHO, aber das hatte ich mir nicht gemerkt. Handschuhe anziehen (ist ätzend!), davon einen Löffel in den Abfluss, und eine Tasse warmes Wasser hinterher, und warten.
Uli Kusterer replies:
@Rainer: Danke, ich war schon immer Curry-Fan, aber jetzt habe ich eine bessere Ausrede :-) @Ruth: Naja, ich denke andere Leute werden sich schon denken können, dass ich Zivi gemacht habe, wenn ich sowas erwähne.
Papa writes:
In dschörmen: Vorbeugend, zur Vermeidung einer Verstopfung der Abflußrohre des Spülbeckens, empfehlen die Profis einmal im Monat schnell hintereinander zwei Kochtöpfe voll kochend heißen Prilwassers durch den Abfluß zu jagen: ätzt nicht, erspart Lauge, Säure und Gummihandschuhe und beseitigt das Fett sanft aus den Abflußrohren.
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